Downbursts

Aus Schweizer Sturmarchiv

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Einführung

DownburstBildquelle: MeteoNews
Downburst
Bildquelle: MeteoNews

Ein Downburst ist eine schwere Fallbö, die meist bei Gewittern auftritt, aber auch bei Schauern vorkommen kann. Hierfür sind zwei verschiedene Mechanismen verantwortlich, die aber auch kombiniert auftreten können. Im Fall der eigentlich thermischen Downbursts wird der Abwind so stark beschleunigt, dass eine konzentrierte Bö wie ein „Sack“ aus dem Niederschlagsbereich ausfällt und am Boden auseinanderläuft, wobei die Windgeschwindigkeit mit zunehmender Entfernung vom Auftreffpunkt wieder abnimmt. Ursache für die Beschleunigung ist hier meist eine trockene Luftschicht im mittleren Wolkenniveau, in welcher einfallender Niederschlag verdunstet und die Luft durch Verdunstungskälte abkühlt und somit den Abwind beschleunigt. Zur Kühlung trägt ferner schmelzender kleiner Hagel bei. Der zweite Mechanismus führt zu dynamischen Downbursts, indem durch konvektive Umlagerung ein Starkwindfeld in größerer Höhe bis in Bodennähe heruntergemischt wird. Dieser sogenannte Impulstransport tritt vor allem auf der Rückseite winterlicher Sturmtiefs im Bereich hochreichend labil geschichteter Kaltluftmasse auf.
[Text z.T. von Wikipedia]

Unter einem Microburst versteht man einen Downburst mit Durchmesser < 4 km (Mehrheit der Fälle). Ein Macroburst hingegen hat einen Durchmesser von mindestens 4km. Als Starburst wird ein Microburst mit sternförmig nach aussen weisendem Fallmuster bezeichnet (typisch bei schwachen Horizontalwinden am Boden).

Bei einem Derecho handelt es sich um eine lang gezogene, ungewöhnlich rasch ziehende Gewitterlinie, die verbreitet starke Sturmwinde (Downbursts) verursacht. Um der Definition eines Derechos gerecht zu werden, muss sie auf mindestens 450km Länge wirksam sein und dabei immer wieder schwere Sturmböen über 93 km/h hervorbringen.
[Text von Wikipedia]

A heat burst is a downdraft of hot and dry air that typically occurs in the evening or overnight hours. A heatburst is much more rare than a severe thunderstorm. Thus, the atmospheric conditions have to be just right for a heat burst to occur. Heat bursts usually happen in the evening or at night after thunderstorms are ending. Thus, a thunderstorm has a vital role. Two other characteristics are that the air must start its descent from fairly high up and the environmental air aloft needs to be very dry. Precipitation falling into very dry air aloft will cause the air to cool through latent heat absorption. If the air is very high aloft and the air is much more dense than the surrounding air then it will accelerate toward the surface. In the case of a heat burst, all the precipitation that cooled the air aloft has been vaporized. Therefore, the precipitation can no longer absorb latent heat. As this dense air accelerates toward the surface it rapidly warms at a dry adiabatic lapse rate compression. What must make a heat burst so rare is that this downdraft must reach extremely high velocities. Velocities must be high enough so that the momentum of the sinking air offsets the fact that it is becoming warmer in temperature and thus less dense than the environmental air it is falling into.
[Text von TheWeatherPrediction.com/]

Ein Bogenecho (engl. bow echo) ist ein Ausdruck, um eine Gewitterfront (Squall Line) zu beschreiben, welche eine charakteristische Bogenform hat. Es kann schwere Sturmböen, Downbursts und sogar Tornados produzieren. Eine Kette aussergewöhnlich intensiver Bogenechos wird unter gewissen Kriterien auch als Derecho bezeichnet.


Kartographische Übersicht

Hier folgt die Grafik.


2010

22.07.2010: Downburst in der Gemeinde Oberägeri (ZG)
14.07.2010: Downburst im Surbtal

2009

12.10.2009: Starker Rotorwind bei Quinten (SG)
02.09.2009: Downburst in Glarus (GL)
25.08.2009: Downburstverdacht am Wischberg (BL)

2008

19.08.2008: Downburst im Aargauer Rheintal

2007

19.08.2007: Bow Echo im Kanton Schaffhausen
21.06.2007: Morgendliche Squall line durchquert gesamtes Schweizer Mittelland (inkl. LEWP und Bow Echo)
19.01.2007: Starker Rotorwind (Laseyer-Rotor) bei Wasserauen (Zugsentgleisung)

2006

18.08.2006: Downburstverdacht in Reinach (AG)
18.08.2006: Bow Echo über der Nordwestschweiz
25.06.2006: Downburst in Klosters

2005

25.07.2005: Downburst in Altenrhein (SG)
29.06.2005: Downburstverdacht in Bretzwil (BL)

2004

08.07.2004: Downburstverdacht in Ascona (TI)
06.04.2004: Downburstverdacht in Diepoldsau (SG)

2003

16.07.2003: Downburst bei Jona (SG)

2002

31.07.2002: Downburstverdacht in Unterstammheim (ZH)
24.06.2002: Mehrere Downbursts durch nächtliche Superzelle im Kanton Aargau

2001

Bis jetzt liegen keine Erkenntnisse vor

2000

Bis jetzt liegen keine Erkenntnisse vor

1990-1999

02.06.1999: Bow Echo im zentralen Mittelland
21.08.1992: Downbursts in der Zentralschweiz um die Rigi
20.08.1992: Downbursts in Wynau (BE) und Langenthal (BE)
21.07.1992: Downbursts in den Kantonen Zug und Zürich
25. oder 26.01.1990: Downburstverdacht im Bezirk Thun (Schwarzenegg, Stalden, Eriz)

1950-1989

12.02.1984: Starker Rotorwind (Laseyer-Rotor) bei Wasserauen (Zugsentgleisung)
15.08.1982: Downburstverdacht (F3) in Andelfingen (ZH)

1900-1949

Bis jetzt liegen keine Erkenntnisse vor

vor 1900

Bis jetzt liegen keine Erkenntnisse vor

unbekanntes Datum

Bis jetzt liegen keine Erkenntnisse vor


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