Tornado vom 26.06.2020 in Hohenrain (LU)

Eine erste Auswertung der Schäden vor Ort durch Mitglieder der Tornado Taskforce Schweiz (kurz TTS) hat ergeben, dass der Tornado von Hohenrain eine knapp 2 km lange von NW nach SO gerichtete Schneise zog und dabei Sachschäden verursachte, welche mindestens der Stärke F1 nach Fujita zuzuordnen sind. Es grenzt an ein Wunder, dass nach weder Mensch noch Tier zu Schaden kam. Eine detaillierte Dokumentation und Schadensanalyse folgen hier in den kommenden Tagen. In diesem Zusammenhang nehmen wir weiterhin gerne Informationen und Bildmaterial aus der Bevölkerung über unsere Kontaktadresse Sturmarchiv email.png entgegen.

19391117 01 Flood Ostschweiz: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Schweizer Sturmarchiv
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Ereignis)
(Ereignis)
 
(5 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 13: Zeile 13:
 
|-
 
|-
 
! scope="row" style="text-align:left" | Location
 
! scope="row" style="text-align:left" | Location
| align = "left" | Uri, Schwyz, Glarus
+
| align = "left" | Schwyz, Glarus, Obwalden, Uri, östliche Teile Berner Oberland, Oberwallis, Vorderrheintal und Prättigau.
 
|-
 
|-
 
! scope="row" style="text-align:left" | Time / Duration
 
! scope="row" style="text-align:left" | Time / Duration
Zeile 43: Zeile 43:
 
'''Am 17. November 1939 wurde hauptsächlich die Nordwestseite des Jura und der Hochalpen überregnet.<br/>
 
'''Am 17. November 1939 wurde hauptsächlich die Nordwestseite des Jura und der Hochalpen überregnet.<br/>
 
'''Mehr als 60 mm Niederschlag fielen im Kantonsgebiet von Appenzell, St. Gallen, Schwyz, Glarus, Obwalden, Uri, in den östlichen Teilen des Berner Oberlandes, im Oberwallis, im  Vorderrheintal und im Prättigau.<br/>
 
'''Mehr als 60 mm Niederschlag fielen im Kantonsgebiet von Appenzell, St. Gallen, Schwyz, Glarus, Obwalden, Uri, in den östlichen Teilen des Berner Oberlandes, im Oberwallis, im  Vorderrheintal und im Prättigau.<br/>
'''Die ungewöhnlich hohen Maxima finden sich hei Seewis (101 mm), Walenstadt (138), Glarus (122), Auen (Linthal) [144], Engelberg (122), Furka (135), Brienz (113), Jaun (99).<br/>
+
'''Die ungewöhnlich hohen Maxima finden sich bei Seewis (101 mm), Walenstadt (138 mm), Glarus (122 mm), Auen (Linthal) [144 mm], Engelberg (122 mm), Furka (135 mm), Brienz (113 mm), Jaun (99 mm).<br/>
 
'''Wasserschäden und Erdverschüttungen kamen vor u.a. in der Gegend von Schiers, Walenstadt, im Klöntal und unterhalb Schwyz (Muota).<br/>
 
'''Wasserschäden und Erdverschüttungen kamen vor u.a. in der Gegend von Schiers, Walenstadt, im Klöntal und unterhalb Schwyz (Muota).<br/>
 
'''Dieser Fall stimmt in jeder Hinsicht mit den ebenfalls bedeutenden Regenfällen vom 28. Oktober 1935 und vom 3. Dezember 1936 überein.<br/>
 
'''Dieser Fall stimmt in jeder Hinsicht mit den ebenfalls bedeutenden Regenfällen vom 28. Oktober 1935 und vom 3. Dezember 1936 überein.<br/>
 
'''Die Niederschläge sind verursacht durch Stauung einer labil geschichteten Warmluftströmung aus WNW an den Alpen.'''<br/>
 
'''Die Niederschläge sind verursacht durch Stauung einer labil geschichteten Warmluftströmung aus WNW an den Alpen.'''<br/>
 
Quelle: M. Grütter<br/>
 
Quelle: M. Grütter<br/>
 +
----
 +
18. November 1939: Die Aare führt Hochwasser infolge der anhaltenden Regengüsse der letzten Tage. Der Uferweg oberhalb des Aaresteges ist überflutet.<br/>
 +
Quelle: Chronik 1939, Aarauer Neujahrsblätter
  
 
==Messdaten==
 
==Messdaten==

Aktuelle Version vom 15. April 2019, 11:01 Uhr

Quick Facts

Type of Event Flood
Verification State QC1
ESWD Not reported
Location Schwyz, Glarus, Obwalden, Uri, östliche Teile Berner Oberland, Oberwallis, Vorderrheintal und Prättigau.
Time / Duration 24 hours
Date 17.11.1939
Magnitude / Dimension >100mm of rain in 24 hours
Damage -
Fatalities -
Injuries -
Report Source chronicles, general archive
Remarks -

Ereignis

Am 17. November 1939 wurde hauptsächlich die Nordwestseite des Jura und der Hochalpen überregnet.
Mehr als 60 mm Niederschlag fielen im Kantonsgebiet von Appenzell, St. Gallen, Schwyz, Glarus, Obwalden, Uri, in den östlichen Teilen des Berner Oberlandes, im Oberwallis, im Vorderrheintal und im Prättigau.
Die ungewöhnlich hohen Maxima finden sich bei Seewis (101 mm), Walenstadt (138 mm), Glarus (122 mm), Auen (Linthal) [144 mm], Engelberg (122 mm), Furka (135 mm), Brienz (113 mm), Jaun (99 mm).
Wasserschäden und Erdverschüttungen kamen vor u.a. in der Gegend von Schiers, Walenstadt, im Klöntal und unterhalb Schwyz (Muota).
Dieser Fall stimmt in jeder Hinsicht mit den ebenfalls bedeutenden Regenfällen vom 28. Oktober 1935 und vom 3. Dezember 1936 überein.
Die Niederschläge sind verursacht durch Stauung einer labil geschichteten Warmluftströmung aus WNW an den Alpen.
Quelle: M. Grütter


18. November 1939: Die Aare führt Hochwasser infolge der anhaltenden Regengüsse der letzten Tage. Der Uferweg oberhalb des Aaresteges ist überflutet.
Quelle: Chronik 1939, Aarauer Neujahrsblätter

Messdaten

Übersicht Regenmengen >70mm vom 17.11.1939
19391117 01 Flood Ostschweiz prtsc.jpg
© Kai Kobler >> Link zu interaktiver Karte

Medienlinks

© MeteoSchweiz ANNALEN der SCHWEIZERISCHEN METEOROLOGISCHEN ZENTRAL-ANSTALT 1939

Interna

SSWD Main Editor Kaiko Last Edit 13.04.2019 Last Review - Documentation State Ready for Review