Tornado vom 26.06.2020 in Hohenrain (LU)

Eine erste Auswertung der Schäden vor Ort durch Mitglieder der Tornado Taskforce Schweiz (kurz TTS) hat ergeben, dass der Tornado von Hohenrain eine knapp 2 km lange von NW nach SO gerichtete Schneise zog und dabei Sachschäden verursachte, welche mindestens der Stärke F1 nach Fujita zuzuordnen sind. Es grenzt an ein Wunder, dass nach weder Mensch noch Tier zu Schaden kam. Eine detaillierte Dokumentation und Schadensanalyse folgen hier in den kommenden Tagen. In diesem Zusammenhang nehmen wir weiterhin gerne Informationen und Bildmaterial aus der Bevölkerung über unsere Kontaktadresse Sturmarchiv email.png entgegen.

19560210 01 Kaeltewelle

Aus Schweizer Sturmarchiv
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Quick Facts

Type of Event Cold Wave
Verification State QC1
ESWD Not reported
Location Switzerland
Time / Duration Long time event
Date 01.- 24.02.1956
Magnitude St.Gallen: -24°C, Zürich: -23°C, Bern: -22°C, Basel: -22°C (10. Februar 1956)
Damage -
Fatalities -
Injuries -
Report Source Historical reports, weather data
Remarks -


Ereignis

Zwei große Kaltluftvorstöße mit Höhepunkten am 2. und 10. Februar 1956.
Wobei die Temperaturen im Flachland beim ersten Einbruch auf -15° bis -20°, beim zweiten sogar teilweise einige Grade unter -20° fielen.
In der Höhe wurde das Minimum erst am 14. Februar mit -36° auf dem Jungfraujoch erreicht. Die zweite Monatshälfte brachte nach einer erneuten Verschärfung der Kälteperiode um den 20. Februar 1956,
einen langsamen Temperaturanstieg mit einer Drehung des Windes in der Höhe auf westliche bis südliche Richtungen.

Die tiefsten Tagesmittel, welche im Mittelland -18° bis -23° erreichten, lagen zwar im ebenfalls sehr kalten Februar 1929 strichweise noch etwas tiefer,
doch zeichnete sich der Februar 1956 durch eine extreme Zahl von Eistagen aus (Tage an denen die Temperatur ständig unter 0° bleibt).
In den Niederungen der Alpennordseite betrug diese Zahl größtenteils 23 bis 26 Tage gegenüber 3 bis 4 im langjährigen Mittel.

19560210 01 Kaeltewelle Cold Feb1956.jpg
© Kai Kobler Link zu interaktiver Karte

Seitdem die Temperaturen aufgezeichnet werden, d. h. seit mehr als 200 Jahren, ist noch nie ein Februar mit einer Durchschnittstemperatur von -9,3°,und einem Wärmedefizit von 10,8° festgestellt worden.
Der kälteste Februar ist bis jetzt derjenige von 1895 (- 7,8 C°) gewesen. Kältere Wintermonate hat man nur in den Jahren 1788 (- 9,7°) und 1879 (-10,2°), und zwar im Dezember registriert.
Im Februar 1956 sind sämtliche Tage kälter als normal gewesen; an 23 Tagen (normal an 2 Tagen) ist die Minimaltemperatur unter -10° gesunken, und an 24 Tagen (normal 3) hat die Temperatur den Gefrierpunkt nicht überschritten.
Noch nie ist auf einen sehr milden Dezember und einen warmen Januar ein Februar mit sibirischer Kälte gefolgt.
Quelle: Chronik Baselland

Medienlinks

© MeteoSchweiz ANNALEN der SCHWEIZERISCHEN METEOROLOGISCHEN ZENTRAL-ANSTALT 1956


Interna

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