Tornado vom 26.06.2020 in Hohenrain (LU)

Eine erste Auswertung der Schäden vor Ort durch Mitglieder der Tornado Taskforce Schweiz (kurz TTS) hat ergeben, dass der Tornado von Hohenrain eine knapp 2 km lange von NW nach SO gerichtete Schneise zog und dabei Sachschäden verursachte, welche mindestens der Stärke F1 nach Fujita zuzuordnen sind. Es grenzt an ein Wunder, dass nach weder Mensch noch Tier zu Schaden kam. Eine detaillierte Dokumentation und Schadensanalyse folgen hier in den kommenden Tagen. In diesem Zusammenhang nehmen wir weiterhin gerne Informationen und Bildmaterial aus der Bevölkerung über unsere Kontaktadresse Sturmarchiv email.png entgegen.

19680921 01 Flood Ostschweiz

Aus Schweizer Sturmarchiv
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Quick Facts

Type of Event Flood
Verification State QC1
ESWD Not reported
Location Kanton Thurgau, Kanton Zürich, Kanton Aargau, Kanton Solothurn, Kanton Bern, Kanton Freiburg, Kanton Wallis
Time / Duration 24 hours
Date 21.09.1968
Magnitude / Dimension >100mm of rain in 24 hours
Damage -
Fatalities 4
Injuries -
Report Source chronicles, general archive
Remarks -

Ereignis

Ergiebige Niederschläge im Mittelland verursachten Überschwemmungen vom Bieler- bis zum Bodensee sowie im Unterwallis.
Die Schäden, insbesondere im Fluss- und Bachverbau, erreichten fast das Ausmass des Juni 1910. Zwei Meschnen fanden in den Fluten den Tod.
Folgende Kantone wurden erheblich getroffen:

- Thurgau: Allein die Wiederherstellungsarbeiten an der Murg wurden auf 3 Millionen Franken geschätzt, die vollständige Korrektion auf 15 Millionen veranschlagt.
- Zürich: Schäden durch die Glatt, Töss, Eulach und Furt.
- Aargau: Schäden vor allem im Bünztal und der Region Aarau.
- Solothurn: von Grenchen bis Flumenthal, das Limpach- und Oeschtal sowie die Region Olten.
- Bern: durch Emme, Röthenbach, Trub und Ilfis. Allein die Verbauschäden beliefen sich auf 3 Millionen Franken.
- Freiburg: durch die Saane. In einer ersten Etappe wurden 4 Millionen Franken an Verbauungen geplant.
- Wallis: Zerstörungen durch die Trient bei Vernayaz, mit Schäden von 13 Millionen Franken (nach anderen Quellen waren die Schäden jedoch weniger gross), im Val d'Illiez und der Region Monthey.

Quelle: Gerhard Röthlisberger - Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz

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Quelle: Gerhard Röthlisberger - Chronik der Unwetterschäden in der Schweiz

Messdaten

Übersicht Regenmengen >70mm vom 21.09.1968
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© Kai Kobler >> Link zu interaktiver Karte

Bilder

Am 21. September 1968 wälzten sich Wassermassen sintflutartig durch Gränichen (AG). Vor 50 Jahren erlebte das Dorf eine Überschwemmung von bis dato nie gesehenem Ausmass.

Am 21. September 1968 war das Wasser überall.
Metertief stand es, füllte Keller und Gewölbe in und rund um Aarau, liess bei Aarburg Hänge auf die Autobahn zwischen Lenzburg und Rothrist rutschen. Aber nirgends war es so heftig wie in Gränichen.
Die Wassermassen wälzten sich so sintflutartig durchs Dorf, wie es selbst die ältesten Gränicher noch nie gesehen hatten.
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Quelle: Sintflut vor 50 Jahren: Als die gelbe Flut durchs Dorf gurgelte

Videos

Zeitungsartikel

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Quelle: Die Tat, 23. September 1968

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Quelle: Thuner Tagblatt, 23. September 1968

Medienlinks

© MeteoSchweiz ANNALEN der SCHWEIZERISCHEN METEOROLOGISCHEN ZENTRAL-ANSTALT 1968

Interna

SSWD Main Editor Kaiko Last Edit 03.05.2020 Last Review - Documentation State Ready for Review