19860706 02 Tornado Leuggern AG

Aus Schweizer Sturmarchiv
Version vom 7. November 2015, 20:53 Uhr von Kaiko (Diskussion | Beiträge) (Augenzeugenbericht aus Koblenz)

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Diese Seite wurde inhaltlich zuletzt aktualisiert am 7. November 2015

Quick Facts

Type of Event Tornado
Verification State QC1
ESWD Not reported
Location Gippingen (AG) / Koblenz (AG), Koordinaten: 658700 / 271600 - moving from West to East
Time / Duration Time: Approx. 14.45- 15.00 UTC
Date 06.07.1986
Magnitude / Dimension Preliminary findings indicate a path length of up to 3 km and a path width ranging from a few meters up to some 50 m. The caused damage points to a maximum intensity of T4 (F2) on the TORRO (Fujita) Scale, which stands for wind speeds between 185 and 220 km/h.
Damage

(1)



Fatalities -
Injuries -
Eyewitnesses 1
Report Source Eyewitness report, media reports, damage surveys, scientific reports, indications on radar scans
Remarks -


Datum: 06.07.1986
Uhrzeit: ca. 16.45 Uhr bis 17.00 Uhr Lokalzeit
Ort: Gippingen / Koblenz (AG)
Koordinaten: 658700 / 271600
Stärke: F2 (T4)
Länge des Schadenszuges: 3 km

Ereignis

Am 6. Juli 1986 wüteten am späteren Nachmittag im unteren Aaretal praktisch zur selben Zeit gleich zwei starke Tornados. Einer (der schwächere, Stärke F1) bei Böttstein/Döttingen (AG), ein weiterer (der Stärke F2) bei Gippingen/Koblenz (AG).

Ursachen- und Ereignisanalysen

Augenzeugenbericht aus Koblenz

Hanspeter Grossen aus Koblenz (AG) machte folgende Beobachtung:

"Ich mag mich gut an diesen Sonntagabend erinnern, auch wenn es schon über 20 Jahre her ist.
Es lief gerade der Wimbledonfinal in der Glotze und Boris Becker gewann. Aus Westen zog ein ungeheurer Böenkragen auf.
Ich entschloss mich, mal kurz auf die 'Seenpromenade' zu gehen um Ausschau zu halten. Man war halt noch jung und farlässig.
Absolut unheimlich war dann, als es hier auf der östlichen Aare(Seeseite) noch absolut windstill war,
jedoch man das Krachen der Bäume auf der gegenüberliegenden Seite des Sees hören konnte.
Nur Augenblicke später sah man wie linksufrig vom See die Bäume zu hunderten fielen. Eine riesige Gischtwolke raste auf mich zu.^
Ich rannte um mein Leben und suchte unter einer Kanalbrücke Deckung.
Es hätte auch ins Auge gehen können. Es tat wie in der Hölle. Alles kam geflogen was nur fliegen kann.
Die Waldschneisen im Gebiet Giriz, Grien und Strick sind heute noch sichtbar. Es gab in unserer Region wohl kaum ein Baum, welchem nicht ein Wipfel oder grössere Astpartien fehlten.
Einen Tornado konnte ich direkt nicht erkennen, doch wie auch; die Luft war von Gischt und Wolkenbruch erfüllt, die Sichtweite betrug nur wenige Meter. "
Quelle: Sturmforum

Zugbahn des Tornados

Folgende Karte zeigt die bekannt gewordenen Schäden des Tornados vom 06. Juli 1986 bei Leuggern (AG)
1000px
© Kai Kobler


Zeitungsberichte aus 'Die Botschaft'

Quelle: Die Botschaft

Messdaten

Meteorologische Situation

Medienlinks

Diskussion im Sturmforum Schweiz:
Gleich 2 Tornados am 6 Juli 1986 im Unteren Aaretal


Aufruf:
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Interna

SSWD Main Editor Kaiko Last Edit 07.11.2015 Last Review - Documentation State Draft



Kurzinfos



Schadenskarte von Kai Kobler:
20070420_193804.jpg