19990602 01 Bow Echo zentrales Mittelland

Aus Schweizer Sturmarchiv
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Im Vorfeld einer aktiven Kaltfront entwickelten sich verbreitet Gewitter- und Hagelzellen. In der folgenden Animation werden die Radarscans von 14.50 Uhr, 17.05 Uhr, 17.35 Uhr und 18.10 Uhr gezeigt:
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14.50 Uhr: Dieses Bild zeigt ein erstes isoliertes Hagelgewitter über Basel. Die Gewitterzelle formierte sich gegen 14 Uhr in der Gegend von Saignelégier im Jura und zog in der Folge unter Verstärkung nordostwärts. Nach der Passage von Basel zog das Gewitter über den südlichen Schwarzwald weiter bis in die Gegend nördlich des Kantons Schaffhausen, wo es dann rasch zerfiel.

17.05 Uhr: Ein weiteres Hagelgewitter formierte sich um 17 Uhr bei Weinfelden im Kanton Thurgau und zog in der Folge langsam gegen den Bodensee.

17.35 Uhr: Auf diesem Radarbild ist ein kleineres Gewitter knapp nordöstlich von Zug zu erkennen. In der Region von Bern hat sich zudem ein grosser Gewitterkomplex gebildet, welcher sich nun ostwärts in Bewegung setzt.

18.10 Uhr: Die Vorderfront des grossen Gewitters hat nun bereits die Linie Hallwilersee - Baldeggersee erreicht. Auffällig ist die bogenförmige Frontlinie des Gewitters. Man spricht in der Fachsprache von einem "Bow-echo" ("Bogenecho"). "Bow-echo" Gewitter sind bekannt als Auslöser von starken Sturmböen (Downbursts), welche die Gewitterfront begleiten. Entlang solcher Fronten sind auch Tornados möglich.


Über die Beziehung Hagelfall - Gebäudeschäden: Fallstudie "Luzern-Hagelsturm" vom 21. Juli 1998
(H.-H. Schiesser, R. Hohl und W. Schmid, 1999)