19991226 04 Wasserteufelverdacht Vierwaldstättersee

Aus Schweizer Sturmarchiv
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"Auf den 26. Dezember 1999 machten sich viele Fischer bereit, um an der Seeforelleneröffnung dabei zu sein. Die Wetterfrösche meldeten über Weihnachten stürmisches Wetter. Stürmisch war es schon manchmal und man vermutete auf die Eröffnung etwa gleiches Wetter wie am Vortag, ebenfalls starken Wind, aber nichts Bedrohliches. Ein Blick am Morgen des 26. Dezembers auf das Barometer verhiess allerdings gar nichts Gutes: Sehr starker Druckabfall. Ich selber wagte es trotzdem auf den See, allerdings ein Auge immer nach Stansstad zur Sturmwarnleuchte gerichtet. Den ganzen Morgen war es praktisch windstill, bis ca. 10.30 Uhr. Dann kam die Sturmwarnung, allerdings nur Vorwarnung! Trotzdem dachte ich ans einpacken. Kaum damit begonnen, wurde die Luft auf einmal sehr warm. Ich sah von Merlischachen her eine prächtige Wasserhose herannahen. Diese kam direkt auf mich zu. Auf einmal war ich in einem zünftigen Wirbelsturm und statt dass das Wasser wie in einem Platzregen von oben kam, wurde es von der Seeoberfläche nach oben angesaugt. Dieses Inferno dauerte einige Sekunden, vielleicht eine halbe Minute, genau kann man dies nachher nicht mehr sagen. Von da an blies der Wind von Westen her schlagartig in Orkanstärke. Ich habe auf dem See schon einiges erlebt, aber dies war alles ein paar Nummern grösser! Ich konnte noch alles Fischereimaterial ins Schiff retten und mit Vollgas Schutz in unserem Bootshafen suchen."

Quelle: http://www.fvkuessnacht.ch/Jahresbericht_1999.pdf


Gemäss der damaligen Wettersituation (Sturm Lothar) ist ein grosser/heftiger Wasserteufel (Kleintrombe) wahrscheinlicher als eine klassische Wasserhose (Grosstrombe). Genauere Erkenntnisse gibt es zurzeit nicht.