20120202 01 Kaeltewelle

Aus Schweizer Sturmarchiv
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Quick Facts

Type of Event Cold Wave
Verification State QC1
ESWD Not reported
Location Switzerland
Time / Duration Long time event
Date 02.-12.02.2012
Magnitude EBS Glattalp (SZ): - 46.5°C / Glattalp (SZ): - 45°C am 6. Februar 2012
Damage See report details
Fatalities -
Injuries -
Report Source Newspaper report, weather data
Remarks -


Am Ufer des Genfersees in Versoix sind diverse Autos eingefroren, 06.02.12
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© Fabrice Coffrini

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© Martial Trezzini

Eine ungewöhnliche Kältewelle erfasste zu Februarbeginn Europa und damit auch die Schweiz. Vom Bodensee bis in die Sonnenstube lagen die Temperaturen über mehrere Tage hinweg durchwegs im Minusbereich. Auf der Glattalp (SZ) wurde am 6. Februar eine Temperatur von -45°C gemessen, was die absolut tiefste Temperatur Europas während der Kältewelle bedeutete. Im bewohnten Raum in Samedan (GR) wurden ebenfalls am 6. Februar immerhin noch –35,1°C gemessen (Quelle: Kältewelle in Europa 2012)


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© Kai Kobler Link zu interaktiver Karte

20120202 01 Kaeltewelle Joachim.png
© MeteoGroup (Joachim Schug) Sturmforum


Einige erwähnenswerte Auswirkungen:

  • 3.2.2012:
    Zweieinhalbstündiger Stromausfall in den Toggenburger Gemeinden Bütschwil und Ganterschwil aufgrund eines Kurzschlusses, welcher durch einen sturmbedingten Defekt an einer 20'000-Volt-Freileitung ausgelöst wurde
  • ab 3.2.2012:
    Spektakuläre Eisskulpturen am Ufer des Genfersees bei Versoix (GE) aufgrund des Bisensturms und der eisigen Lufttemperatur (siehe Links weiter unten)
  • 4.-6.2.2012:
    Dampfteufel ("Steam Devils") auf Schweizer Gewässern
  • 08.02.2012:
    «Gfrörni» auf dem Berner Egelsee
  • 11./12.02.2012:
    «Gfrörni» auf dem Pfäffiker- und Katzensee in Zürich, im Rapperswiler Hafenbecken und im Berner Liebefeld-Park
  • ab etwa Mitte Februar gehäuft:
    Starkes Schneegleiten und Lawinenabgänge im gesamten schweizerischen Alpenraum
    (Lawinen wie seit 30 Jahren nicht mehr)


    Bilanz:
  • Mehr als 2000 Betriebe mussten aufgrund der Kältewelle vorübergehend ihre Betriebe einstellen. Sie erhalten dafür voraussichtlich eine Entschädigung vom Bund.
  • Tausende Wasserleitungen barsten. Bei der Mobiliar wurden in drei Wochen viermal mehr Schadenfälle gemeldet als im gesamten Jahr.
    Die Versicherungskosten betrugen mehrere Millionen Franken.


    Diskussionen im Sturmforum:
    Ab 01.02.2012; Sibirische Kälte mit Nachbrenner

    "Steam Devil Outbreak" auf Schweizer Seen:
    Wetterdienste/Blogs:
    Newsmeldungen:

    Interna

    SSWD Main Editor Severestorms Last Edit 16.12.2013 Last Review 23.12.2016 Documentation State Ready for Review