Tornado vom 26.06.2020 in Hohenrain (LU)

Eine erste Auswertung der Schäden vor Ort durch Mitglieder der Tornado Taskforce Schweiz (kurz TTS) hat ergeben, dass der Tornado von Hohenrain eine knapp 2 km lange von NW nach SO gerichtete Schneise zog und dabei Sachschäden verursachte, welche mindestens der Stärke F1 nach Fujita zuzuordnen sind. Es grenzt an ein Wunder, dass nach weder Mensch noch Tier zu Schaden kam. Eine detaillierte Dokumentation und Schadensanalyse folgen hier in den kommenden Tagen. In diesem Zusammenhang nehmen wir weiterhin gerne Informationen und Bildmaterial aus der Bevölkerung über unsere Kontaktadresse Sturmarchiv email.png entgegen.

Lokale Stürme: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 3. März 2014, 12:38 Uhr

Einführung

Downburst
Bildquelle: MeteoNews

Auszüge aus Wikipedia (22.11.2012)
"Ein Downburst ist eine schwere Fallböe, die meist bei Gewittern auftritt, aber auch bei Schauern vorkommen kann. Hierfür sind zwei verschiedene Mechanismen verantwortlich, die aber auch kombiniert auftreten können. Im Fall der eigentlich thermischen Downbursts wird der Abwind so stark beschleunigt, dass eine konzentrierte Bö wie ein „Sack“ aus dem Niederschlagsbereich ausfällt und am Boden auseinanderläuft, wobei die Windgeschwindigkeit mit zunehmender Entfernung vom Auftreffpunkt wieder abnimmt. Ursache für die Beschleunigung ist hier meist eine trockene Luftschicht im mittleren Wolkenniveau, in welcher einfallender Niederschlag verdunstet und die Luft durch Verdunstungskälte abkühlt und somit den Abwind beschleunigt. Zur Kühlung trägt ferner schmelzender kleiner Hagel bei. Der zweite Mechanismus führt zu dynamischen Downbursts, indem durch konvektive Umlagerung ein Starkwindfeld in größerer Höhe bis in Bodennähe heruntergemischt wird. Dieser sogenannte Impulstransport tritt vor allem auf der Rückseite winterlicher Sturmtiefs im Bereich hochreichend labil geschichteter Kaltluftmasse auf."

"Es wird in erster Linie zwischen nassen und trockenen Downbursts unterschieden. Nasse Downbursts sind plötzlich auftretende und sehr starke Abwinde im Bereich einer Gewitterzelle, die in kurzer Zeit äußerst viel Regen bringen und deren Winde auch zerstörerische Kräfte entwickeln können. Liegt die Wolkenuntergrenze hoch und ist die Luftschicht darunter hinreichend trocken, kann der Niederschlag auf dem Weg zum Boden komplett verdunsten und es tritt dann ein trockener Downburst auf."

"Downbursts sind zusätzlich je nach Wirkungsbereich und Dauer unterteilt in Microbursts (0,4 bis 4 km, 5 bis 15 min) und Macrobursts (mehr als 4 km, bis 60 min). Der Starburst stellt eine Spezialform dar, bei der die absackende Luft nahezu senkrecht auftrifft und ein radiales Schadensmuster erzeugt."
Auszugsende

Auszug aus Wikipedia (22.11.2012)
"Bei einem Derecho handelt es sich um eine lang gezogene, ungewöhnlich rasch ziehende Gewitterlinie, die verbreitet starke Sturmwinde (Downbursts) verursacht. Um der Definition eines Derechos gerecht zu werden, muss sie auf mindestens 450 km Länge wirksam sein und dabei immer wieder schwere Sturmböen über 93 km/h hervorbringen."
Auszugsende

Auszug aus TheWeatherPrediction (22.11.2012)
"A heat burst is a downdraft of hot and dry air that typically occurs in the evening or overnight hours. A heatburst is much more rare than a severe thunderstorm. Thus, the atmospheric conditions have to be just right for a heat burst to occur. Heat bursts usually happen in the evening or at night after thunderstorms are ending. Thus, a thunderstorm has a vital role. Two other characteristics are that the air must start its descent from fairly high up and the environmental air aloft needs to be very dry. Precipitation falling into very dry air aloft will cause the air to cool through latent heat absorption. If the air is very high aloft and the air is much more dense than the surrounding air then it will accelerate toward the surface. In the case of a heat burst, all the precipitation that cooled the air aloft has been vaporized. Therefore, the precipitation can no longer absorb latent heat. As this dense air accelerates toward the surface it rapidly warms at a dry adiabatic lapse rate compression. What must make a heat burst so rare is that this downdraft must reach extremely high velocities. Velocities must be high enough so that the momentum of the sinking air offsets the fact that it is becoming warmer in temperature and thus less dense than the environmental air it is falling into."
Textquelle: TheWeatherPrediction.com

Ein Bogenecho (engl. bow echo) ist ein Ausdruck, um eine Gewitterfront (Squall Line) zu beschreiben, welche eine charakteristische Bogenform hat. Es kann schwere Sturmböen, Downbursts und sogar Tornados produzieren. Eine Kette aussergewöhnlich intensiver Bogenechos wird unter gewissen Kriterien auch als Derecho bezeichnet.

Kartographische Übersicht

In Bearbeitung...

2014

Bis jetzt sind dem Sturmarchiv keine Ereignisse bekannt oder es sind keine aufgetreten

2013

06.09.2013 | QC1 | not reported to ESWD | Downburst westlich von Thun (BE)
06.08.2013 | QC1 | not reported to ESWD | Downburst in der Surselva (Flims/Laax) (GR)

2012

20.08.2012 | QC0+ | not reported to ESWD | Verdacht: Heatburst in Amriswil (TG)
28.07.2012 | QC0+ | not reported to ESWD | Verdacht: Downburst nördlich von Brugg (AG)
10.07.2012 | QC2 | not reported to ESWD | Downburst in Frauenfeld (TG)
30.06.2012 | QC1 | not reported to ESWD | Heatburst in Niederuzwil (SG)
21.06.2012 | QC1 | not reported to ESWD | Microburst in Zürich (ZH)

2011

Bis jetzt sind dem Sturmarchiv keine Ereignisse bekannt oder es sind keine aufgetreten

2010

01.08.2010: Downburst bei Bern (BE)
22.07.2010: Downburst im Ägerital (ZG)
14.07.2010: Downburst im Surbtal

2009

12.10.2009: Starker Rotorwind bei Quinten (SG)
02.09.2009: Downburst in Glarus (GL)
25.08.2009: Downburstverdacht am Wischberg (BL)

2008

19.08.2008: Downburst im Aargauer Rheintal

2007

19.08.2007: Bow Echo im Kanton Schaffhausen
21.06.2007: Morgendliche Squall line durchquert gesamtes Schweizer Mittelland (inkl. LEWP und Bow Echo)
19.01.2007: Starker Rotorwind (Laseyer-Rotor) bei Wasserauen (Zugsentgleisung)

2006

18.08.2006: Downburstverdacht in Reinach (AG)
18.08.2006: Bow Echo über der Nordwestschweiz
25.06.2006: Downburst in Klosters

2005

25.07.2005: Downburst in Altenrhein (SG)
29.06.2005: Downburstverdacht in Bretzwil (BL)

2004

08.07.2004: Downburstverdacht in Ascona (TI)
06.04.2004: Downburstverdacht in Diepoldsau (SG)

2003

16.07.2003: Downburst bei Jona (SG)

2002

31.07.2002: Downburstverdacht in Unterstammheim (ZH)
24.06.2002: Mehrere Downbursts durch nächtliche Superzelle im Kanton Aargau

2001

Bis jetzt sind dem Sturmarchiv keine Ereignisse bekannt oder es sind keine aufgetreten

2000

Bis jetzt sind dem Sturmarchiv keine Ereignisse bekannt oder es sind keine aufgetreten

1990-1999

02.06.1999: Bow Echo im zentralen Mittelland
21.08.1992: Downbursts in der Zentralschweiz um die Rigi
20.08.1992: Downbursts in Wynau (BE) und Langenthal (BE)
21.07.1992: Downbursts in den Kantonen Zug und Zürich
25. oder 26.01.1990: Downburstverdacht im Bezirk Thun (Schwarzenegg, Stalden, Eriz)

1950-1989

15.07.1985: Downburst in Glarus (Windspitzenrekord Niederungen)
12.02.1984: Starker Rotorwind (Laseyer-Rotor) bei Wasserauen (Zugsentgleisung)
15.08.1982: Downburstverdacht (F3) in Andelfingen (ZH)

1900-1949

Bis jetzt sind dem Sturmarchiv keine Ereignisse bekannt oder es sind keine aufgetreten

vor 1900

Bis jetzt sind dem Sturmarchiv keine Ereignisse bekannt oder es sind keine aufgetreten

unbekanntes Datum

Bis jetzt liegen noch keine entsprechenden Meldungen mit unbekanntem Datum vor