19990727 01 Sturzflut Saxetbach: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Canyoning-Unglück bei Interlaken im Berner Oberland wurde durch ein Gewitter verursacht, welches sich zwischen 16 und 17 Uhr über dem oberen Bereich des Saxetentales entlud. Das folgende Bild zeigt einen stark vergrösserten Ausschnitt aus einem Radarbild, welches die Radar-geschätzte Regensumme zwischen 16 und 17 Uhr zeigt. "Hellblau" bedeutet eine Regensumme von 10-20 mm, und "dunkelblau" bedeutet eine Regensumme von 20-40 mm. Regensummen in dieser Grössenordnung innerhalb einer Stunde sind keineswegs selten und treten bei Gewittern lokal immer wieder auf. Bei diesem Gewitter hat sich das Wasser sehr schnell im Talboden gesammelt. Dies hat schliesslich zum plötzlichen und katastrophalen Anschwellen des Saxetenbaches geführt.<br/>
==Ereignis==
'''Das Canyoning-Unglück bei Interlaken im Berner Oberland wurde durch ein Gewitter verursacht, welches sich zwischen 16 und 17 Uhr über dem oberen Bereich des Saxetentales entlud.'''<br>


ETH Radarbild: http://www.metradar.ch/de/archiv/archiv_990727/hail_eth_sector.gif <br/>
Das folgende Bild zeigt einen stark vergrösserten Ausschnitt aus einem Radarbild, welches die Radar-geschätzte Regensumme zwischen 16 und 17 Uhr zeigt.<br>


Das Beispiel zeigt eindrücklich die hervorragenden Möglichkeiten zur Ueberwachung von Starkniederschlägen mittels Wetterradar. Trotz der recht grossen Distanz zwischen der Unfallregion und dem ETH-Radar (ca. 100 km) wurde das Gewitter gut erfasst. Radarmessungen und daraus abgeleitete Kurzfristvorhersagen und Warnungen sind grundsätzlich praktisch in "Echtzeit" verfügbar und können deshalb dazu beitragen, ähnliche Unglücke zu vermeiden.<br/>
ETH Radarbild:<br>
http://www.metradar.ch/de/archiv/archiv_990727/hail_eth_sector.gif <br><br>
"Hellblau" bedeutet eine Regensumme von 10-20 mm, und "dunkelblau" bedeutet eine Regensumme von 20-40 mm.<br>
Regensummen in dieser Grössenordnung innerhalb einer Stunde sind keineswegs selten und treten bei Gewittern lokal immer wieder auf.<br>
Bei diesem Gewitter hat sich das Wasser sehr schnell im Talboden gesammelt.<br>
Dies hat schliesslich zum plötzlichen und katastrophalen Anschwellen des Saxetenbaches geführt.<br>


Das Beispiel zeigt eindrücklich die hervorragenden Möglichkeiten zur Ueberwachung von Starkniederschlägen mittels Wetterradar.<br>
Trotz der recht grossen Distanz zwischen der Unfallregion und dem ETH-Radar (ca. 100 km) wurde das Gewitter gut erfasst.<br>
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==Videos==
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==Betroffene Gewässer==
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==Medienlinks==
© MeteoSchweiz [http://www.meteoschweiz.admin.ch/product/input/documents/annals/annalen-1999.pdf ANNALEN der SCHWEIZERISCHEN METEOROLOGISCHEN ZENTRAL-ANSTALT 1999]<br><br>
 
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==Interna==
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Aktuelle Version vom 12. Februar 2022, 13:07 Uhr

Quick Facts

Type of Event Flash Flood
Verification State QC1
ESWD Not reported
Location Saxetental (BE)
Time / Duration 14.00 - 15.00 UTC
Date 27.07.1999
Magnitude / Dimension >30mm of rain in 1 hour
Damage Flooded streets and maedows
Fatalities 21
Injuries -
Report Source Historical reports
Remarks -

Ereignis

Das Canyoning-Unglück bei Interlaken im Berner Oberland wurde durch ein Gewitter verursacht, welches sich zwischen 16 und 17 Uhr über dem oberen Bereich des Saxetentales entlud.

Das folgende Bild zeigt einen stark vergrösserten Ausschnitt aus einem Radarbild, welches die Radar-geschätzte Regensumme zwischen 16 und 17 Uhr zeigt.

ETH Radarbild:
http://www.metradar.ch/de/archiv/archiv_990727/hail_eth_sector.gif

"Hellblau" bedeutet eine Regensumme von 10-20 mm, und "dunkelblau" bedeutet eine Regensumme von 20-40 mm.
Regensummen in dieser Grössenordnung innerhalb einer Stunde sind keineswegs selten und treten bei Gewittern lokal immer wieder auf.
Bei diesem Gewitter hat sich das Wasser sehr schnell im Talboden gesammelt.
Dies hat schliesslich zum plötzlichen und katastrophalen Anschwellen des Saxetenbaches geführt.

Das Beispiel zeigt eindrücklich die hervorragenden Möglichkeiten zur Ueberwachung von Starkniederschlägen mittels Wetterradar.
Trotz der recht grossen Distanz zwischen der Unfallregion und dem ETH-Radar (ca. 100 km) wurde das Gewitter gut erfasst.
Radarmessungen und daraus abgeleitete Kurzfristvorhersagen und Warnungen sind grundsätzlich praktisch in "Echtzeit" verfügbar und können deshalb dazu beitragen, ähnliche Unglücke zu vermeiden.

Zeitungsartikel

-

Videos

-

Betroffene Gewässer

Saxetbach

Medienlinks

© MeteoSchweiz ANNALEN der SCHWEIZERISCHEN METEOROLOGISCHEN ZENTRAL-ANSTALT 1999

Interna

SSWD Main Editor Kaiko Last Edit 11.02.2022 Last Review - Documentation State Ready for Review